Musik fürs Hier und Jetzt

Diese Woche war mir klar, dass ich einen Song wählen wollte, der irgendwie wiedergibt, wie das Leben hier momentan so läuft. Es geht in ziemlich ruhigen Bahnen, im Archiv gibt es keinen Stress, und auch sonst ist alles entspannt. Im Moment leben wir quasi in einer Lücke. Die Touristen sind zum Großteil schon weg, da die Ferien langsam überall zu Ende gehen. Die Studenten sind aber auch noch nicht wieder „eingefallen“, denn das Semester beginnt erst im September. Edith hat mir erzählt, dass Tartu während des Semesters ziemlich anders ist als im Sommer, die Studenten sollen dann überall und die Bars und Clubs nachts immer voll sein. Die Rüütli (Ritterstraße) in der Altstadt ist so eine Art Partymeile, was man sich in den Ferienmonaten kaum vorstellen kann, aber wenn man genau hinschaut, befinden sich dort so gut wie alle Locations, die das Infoheft „Tartu in your pocket“ unter der Rubrik „Nightlife“ empfiehlt.

Aber zurück zu dem Song. Zuerst wollte ich den „Summersong“ von den Decemberists nehmen, aber da fehlt irgendwie was, da ist nichts von dem zu spüren, was bevorsteht, nichts von dem veränderten Tartu, das ich noch nicht kenne und auf das ich sehr gespannt bin. Und obwohl es die ganze Woche warm genug für T-Shirts und zeitweise sogar kurze Hosen war, ist es doch eher wechselhaft, jetzt gerade regnet es zum Beispiel wie aus Eimern. Naja, langer Rede kurzer Sinn, der Song der Woche kommt von Breton und heißt „Jostle“. Ich kenne die Band erst seit dem Phonopop-Festival vor etwa einem Monat. Und da sie Stephan und mich dort live ziemlich umgehauen haben, gibt es jetzt auch eine Live-Version von dem Song. Das ist sowieso besser, da andere Videos in Deutschland oft wegen der GEMA gesperrt sind. Hier in Estland kann man die alle ganz normal ansehen, daher weiß ich nicht genau, welche Videos für euch in Deutschland funktionieren, aber Live-Videos sind ja normalerweise kein Problem.

Morgen ist hier in Estland Tag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit und damit arbeitsfrei. Die Zeit werd ich nutzen und mit Merit und ihrer kleinen Schwester, die gerade zu Besuch ist, einen Ausflug machen. Danach gibt es dann wieder einen richtigen, längeren Blog-Eintrag.

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