Reisepläne

Inzwischen bin ich seit drei Tagen bei meinen Eltern und verlebe hier die übliche Weihnachtszeit mit Essen im Familienkreis, Keks-Backaktionen, Tannenbaumschmücken und allem, was sonst noch so dazugehört. Genau wie letztes Jahr finde ich es hier in Deutschland viel zu warm für Weihnachten, bei mindestens 10 Grad plus ist man gar nicht richtig in der Stimmung. Da wünsche ich mir den Schnee und die -15 Grad zurück, die ich in Tartu letztes Jahr zur gleichen Zeit erlebt habe. Dieses Jahr allerdings herrschen auch in Tartu zur Zeit Plusgrade, Schnee gab es bisher auch in Estland (noch) nicht viel.

Ich hoffe, dass sich das noch ändern wird, denn am kommenden Freitag fliegen Stephan und ich ja nach Estland. Inzwischen haben wir unsere neun Tage dort genauer geplant. Die ersten beiden Nächte werden wir in Tallinn übernachten. Stephan war bisher immer nur für ein paar Stunden in Tallinn und kennt eigentlich nur die Altstadt, deshalb dachten wir uns, dass es schön wäre, da mal zwei Tage zu verbringen. So kann man auch das ein oder andere Museum besuchen, was wir sonst aus Zeitmangel nie gemacht haben. Der Tallinner Weihnachtsmarkt ist auch einige Tage nach Weihnachten noch aufgebaut, also werden wir den wohl ebenfalls besuchen. Er wurde ja in der letzten Zeit in diversen Rankings zu den schönsten Weihnachtsmärkten Europas gezählt, was ich nach meinem Besuch dort im letzten Jahr (siehe hier) nicht so ganz nachvollziehen kann. Aber vielleicht überzeugt er mich ja dieses Jahr. Eigentlich wollten wir am Samstag Abend zum Konzert von Ewert and the Two Dragons im Tallinner Rock Café gehen, aber die Tickets waren innerhalb von einem Tag ausverkauft und wir kamen zu spät. Sowas Blödes! Wir haben schon an diversen Stellen im Internet gepostet, dass wir gerne irgendwem zwei Tickets abkaufen würden, aber bisher ohne Erfolg. Vielleicht stellen wir uns an dem Abend einfach mal vors Rock Café und versuchen, noch an Tickets zu kommen. Wünscht uns Glück.

Am 29. dann fahren wir mit dem Bus nach Haapsalu, das wir eigentlich unbedingt im Schnee sehen wollen, aber daraus wird wahrscheinlich nichts. Aber Haapsalu ist auch ohne weiße Decke eine sehr schöne kleine Stadt – hier seht ihr Bilder von dort aus dem Herbst 2012 – und ich freue mich drauf, mal wieder dort zu sein. Von dort geht es am nächsten Tag nach Pärnu, wieder mit dem Bus, denn Pärnu ist natürlich nach wie vor Stephans Lieblingsstadt in Estland und immer eine Reise wert. Dort könnten wir mal das eine oder andere Café oder Restaurant ausprobieren, an dem wir bisher immer nur vorbeigelaufen sind. Und vielleicht hat der kleine Kramladen am Busbahnhof dieses Mal mehr zu bieten als letztes Jahr, als er von innen dann doch nicht so toll war wie das Schaufenster vermuten ließ. Leider haben wir in Pärnu kein Zimmer mehr in dem Hostel bekommen, in dem wir im Januar übernachtet hatten, aber es gab noch ein anderes zentral gelegenes Hostel, das gut aussah und günstig war. Auch in Tallinn und Haapsalu übernachten wir in Hostels.

Von Pärnu aus fahren wir am Silvestertag nach Tartu. Dort wollten wir uns zuerst eine kleine Ferienwohnung mieten, können nun aber bei Merit, also in meiner ehemaligen Wohnung, unterkommen. Was genau wir an Silvester machen, wissen wir noch nicht, aber es gibt auf jeden Fall ein Feuerwerk in der Stadt. In Tartu bleiben wir dann fünf Tage. Natürlich werden wir von da aus noch einige Orte ansteuern, zum Beispiel Otepää, Viljandi und Elva. Auch Valga könnte man sich mal wieder ansehen, auch wenn die Grenzstadt nun wirklich nicht die schönste Stadt Estlands ist. Aber interessant trotzdem. In Tartu gibt es außerdem ebenfalls einige Museen, die ich noch nicht kenne, obwohl ich dort ein halbes Jahr gelebt habe. Zudem werden wir wahrscheinlich viel Zeit in diversen Geschäften verbringen und Bücher, CDs, DVDs, Lebensmittel, Textilien, Mitbringsel und und und ershoppen.

So kommen wir letztendlich an viele bekannte Orte, an denen es aber durchaus viel Neues zu entdecken gibt. Es hätte auch wenig Sinn gehabt, ausgerechnet im dunklen Winter an Orte zu reisen, die Stephan noch gar nicht kennt und an denen ich lange nicht gewesen bin. Ich wüsste auch nicht, was ich beispielsweise in Narva oder Kohtla-Järve Ende Dezember über Nacht machen sollte. Den Nordosten besuchen wir lieber mal im Sommer. Meine Eltern haben auch vor Kurzem ihren nächsten Estland-Urlaub festgemacht, nächstes Jahr im Sommer. Man kommt eben einfach nicht los von diesem Land.

Natürlich werde ich wieder jede Menge Fotos machen und vielleicht auch die Street-Art-Serie fortsetzen können. Ich werde auch versuchen, von Estland aus hier im Blog zu berichten. Spätestens nach unserer Rückkehr werde ich über die Reise schreiben. Jetzt bin ich aber erstmal gespannt darauf, ob wieder irgendetwas Estnisches unter dem Weihnachtsbaum liegen wird, und wünsche allen Rõõmsaid Jõulupühi oder auch Frohe Weihnachten! Hier ist noch ein Video über das weihnachtliche Tartu im letzten Jahr, wo ich selber die schönen Lichter und den Schnee täglich sehen durfte (wobei ich die Weihnachtsdeko an der Uni nach wie vor etwas kitschig finde).

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