Kingitus – Geschenk

Der Mai ist ein toller Monat, keine Frage. Macht ja schließlich alles neu, wie man so schön sagt. Außerdem gibt es in diesem Monat drei besondere Tage: Muttertag, den Geburtstag meines Vaters und den Geburtstag meiner Schwester. Der Vatertag wird in meiner Familie nicht gefeiert, weil mein Vater das gar nicht möchte und der Tag sowieso mehr oder weniger mit seinem Geburtstag zusammenfällt. Wer diesen Blog schon länger verfolgt, hat aber vielleicht schon mitbekommen, dass ich meinem Vater seit meinem Praktikum in Tartu immer am estnischen Vatertag, dem zweiten Sonntag im November, einen kleinen Gruß zukommen lasse. Jedenfalls, so gerne ich auch andere beschenke und mit ihnen feiere – irgendwie ist das auch ein klein bisschen doof, wenn man innerhalb eines Monats drei Leute beschenken „muss“ und selber leer ausgeht. Was mit ein Grund ist, warum meine Familie die „Kleinigkeit“ eingeführt hat: Als wir jünger waren, bekamen meine Schwester und ich immer am Geburtstag der jeweils anderen auch ein Geschenk. Nichts Großes oder Teures, eben eine Kleinigkeit, damit die eine auch was auspacken konnte, wenn die andere beschenkt wurde. Übrigens bekam ich bei der Einschulung meiner Schwester auch eine Mini-Schultüte und sie an meinem ersten Schultag dann ebenfalls, obwohl sie da bereits seit zwei Jahren selbst zur Schule ging. Aber das nur am Rande. Dieses Jahr – und damit komme ich endlich zum Punkt – habe ich mich zu Beginn des „Wonnemonats“ nun einfach mal selbst beschenkt.

Und zwar habe ich über einen Post auf der offiziellen deutschen Facebook-Seite von visitestonia den Onlineshop Hansa Biomarkt entdeckt, über den Bio-Produkte aus der Ostseeregion, vor allem aber aus Estland, verkauft werden (der Versand erfolgt aber aus Dessau-Roßlau). Es gibt eine Auswahl an Lebensmitteln, Getränken, Naturkosmetik und Spielwaren, und anscheinend sollen in Zukunft auch noch die Kategorien „Haus“ und „Garten“ sowie Geschenkkarten hinzukommen. Einige der Produkte kannte ich aus estnischen Geschäften, andere waren mir unbekannt. Und so habe ich einfach mal bunt ein paar Sachen zusammengestellt, die ich entweder sowieso immer schon oder wieder einmal kaufen wollte, oder die mich einfach besonders neugierig gemacht haben. Heute kam das Paket dann an und ich habe mich tatsächlich ein bisschen gefühlt wie am Geburtstag, als ich es ausgepackt habe. Vielleicht sollte ich das ab jetzt jedes Jahr so machen, um die Zeit bis zu meinem wirklichen Geburtstag im Oktober zu überbrücken (wobei ich inzwischen in dem Alter bin, in dem man Geburtstage nicht mehr nur als positiv empfindet) und nicht nur meinen Lieben, sondern auch mir selbst etwas zu schenken. Ich zeige euch mal, was ich mir – und meinem Freund, der ja auch von dem Paket profitiert – alles ausgesucht habe.

Da kann man schon was erahnen. (Keine Sorge, das war ursprünglich alles ordentlicher und sicherer verpackt, als es hier aussieht)
Da kann man schon was erahnen. (Keine Sorge, das war ursprünglich alles ordentlicher und sicherer verpackt, als es hier aussieht)
Und das war alles drin (auf den folgenden Bildern im Einzelnen genauer zu sehen).
Und das war drin (auf den folgenden Bildern im Einzelnen genauer zu sehen).
Leckere und gesunde Cerealien, die zusammen mit Beerenjoghurt in Tartu zu meinem Standardfrühstück gehörten (wenn es nicht gerade Frühstücksbrei gab).
Leckere und gesunde Cerealien aus (von links nach rechts) Roggen, einer Vierkornmischung, Dinkel und kama, die zusammen mit Beerenjoghurt in Tartu zu meinem Standardfrühstück gehörten (wenn es nicht gerade Frühstücksbrei gab).
Süßigkeiten, die ich selber noch nie probiert habe. Auch mehr oder weniger gesund.
Süßigkeiten mit Schokolade und Apfel, die ich selber noch nie probiert habe. Auch mehr oder weniger gesund.
"Angenehm belebender Tee" mit Heidekraut, Koriander, Anis, Kardamom und Lavendel. Soll sich positiv auf Blutkreislauf, Leber und Nerven auswirken.
„Angenehm belebender Tee“ mit Heidekraut, Koriander, Anis, Kardamom und Lavendel. Soll sich positiv auf Blutkreislauf, Leber und Nerven auswirken.
"Honig aus der estnischen Natur", den ich hauptsächlich bestellt habe, weil ich das Glas so schön finde.
„Honig aus der estnischen Natur“, den ich hauptsächlich deshalb bestellt habe, weil ich das Glas so schön finde.
Himbeer-Heidelbeer-Marmelade (eine ganz tolle Kombination).
Himbeer-Heidelbeer-Marmelade (eine ganz tolle Kombination).
Ein bisschen Fuß- und Haarpflege.
Ein bisschen Fuß- und Haarpflege.
Naturtrüber Apfelsaft (was vanaema bedeutet, wisst ihr ja hoffentlich alle noch aus dem letzten Post ...) vom Mõistla-Hof im Landkreis Järvamaa.
Naturtrüber Apfelsaft (was vanaema bedeutet, wisst ihr ja hoffentlich alle noch aus dem letzten Post …) vom Mõistla-Hof im Landkreis Järvamaa.
Apfelschaumwein von Jaanihanso. Besteht aus 100 Prozent estnischen Äpfeln und wurde extra für die Restaurants NOA in Tallinn (das ich hier schonmal erwähnt habe) und OKO in Kaberneeme in Handarbeit hergestellt wurde.
Apfelschaumwein von Jaanihanso. Besteht aus estnischen Äpfeln und wurde extra für die Restaurants NOA in Tallinn (das ich hier schonmal erwähnt habe) und OKO in Kaberneeme in Handarbeit hergestellt.
Lavendel-Badezusatz, den ich anscheinend als kleines Geschenk dazu bekommen habe. Bestellt und bezahlt habe ich ihn jedenfalls nicht.
Lavendel-Badezusatz (oder, wörtlich übersetzt, „Wannenmilch“), den ich anscheinend als kleines Geschenk dazu bekommen habe. Bestellt und bezahlt habe ich ihn jedenfalls nicht.

Zugegeben, alles nicht ganz billig, dafür aber bio, echt estnisch und teils in Handarbeit hergestellt. Sowas gönnt man sich ja nun auch nicht jede Woche und den Apfelschaumwein hebe ich mir wohl tatsächlich für den Geburtstag oder einen anderen besonderen Tag auf, allein schon, weil ich sowieso wenig und selten Alkohol trinke, und wenn, dann fast immer auswärts. Vielleicht hat ja der ein oder andere jetzt auch Lust bekommen, sich im Sortiment von Hansa Biomarkt umzusehen (kama, wie man es für die Waffeln aus dem letzten Post braucht, gibt es dort allerdings leider nicht). Und wer sich speziell für alkoholische Getränke aus Estland interessiert, der könnte beim Baltikum-Shop, einem Onlineshop für Bier und Hochprozentiges aus den baltischen Ländern, fündig werden. Ich habe dort noch nie etwas bestellt und kenne mich mit Getränken nicht so aus, aber den siider (Cider/Cidre) der Marke Kiss mag ich gerne. Und mein Freund steht total auf kali, einen alkoholfreien Brottrunk, der ähnlich wie Malzbier schmeckt. Außerdem haben mir Vodkakenner gesagt, dass Viru Valge gut sei, und der Likör „Vana Tallinn“ (Altes Tallinn) ist ja über die Grenzen Estlands hinaus bekannt. Als ich mir das Bierangebot dieses Online-Shops ansah, stellte ich übrigens fest, dass Saku, Estlands größte und bekannteste Brauerei, jetzt die Sorte „Saku Tokyo“ anbietet, nachdem es schon „Saku Stuttgart“ (hier erwähnt), „Saku Manchester“ und „Saku Dublin“ gegeben hatte/gibt. Soll wohl japanischen Reisbieren ähneln. Ich selbst würde allerdings lieber die ebenfalls neue Sorte „Mõdu“ (Honigbier) probieren. Vielleicht kann ich das ja in weniger als drei Wochen schon tun. Bis dahin bereite ich mich mit Hilfe der heute eingetroffenen Sachen schonmal gedanklich auf den Urlaub vor.

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4 Gedanken zu “Kingitus – Geschenk

  1. Führen die eigentlich auch die gute „Nurr“-Schokolade . . . und natürlich „Mesikäpp“???
    Wohl eher nicht, sonst hättest Du das bestimmt mitbestellt, oder?

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